Portrait von Herrn Ohler.
© Silvia Wittmann

Gerhard Ohler zum sozialen Engagement bei Greiner

Starke Schultern können mehr tragen. Erfolgreiche Unternehmen haben daher die moralische Verpflichtung, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Soziales Engagement, das einen Beitrag zur Förderung einer zukunftsfähigen Gesellschaft leistet, muss der Maßstab sein.

Gerhard Ohler, CEO Greiner Extrusion Group GmbH, im Interview.

Herr Ohler, was motiviert Sie, sich bei Greiner sozial zu engagieren?
Unser Selbstverständnis ist es, ein sinnstiftendes Unternehmen zu sein, das Teil einer zukunftsfähigen Gesellschaft ist. Darauf legen wir im Management, aber auch unsere Eigentümer sehr viel Wert. Wir verschließen die Augen nicht vor den sozialen und ökologischen Problemen in der Welt. Soziales Engagement hat daher bei Greiner eine lange Tradition. Wo immer wir in der Welt als Unternehmen vor Ort sind, wollen wir uns als guter Nachbar einbringen. Die Messlatte liegt hoch: Wir wollen durch unser Engagement einen Mehrwert schaffen – wir wollen an der Zukunftsfähigkeit mitwirken. Nicht mehr und nicht weniger!

Woran orientiert sich das soziale Engagement bei Greiner?
Es gibt sehr viele und ganz unterschiedliche Möglichkeiten, sich als Unternehmen zu engagieren. Wir haben für unser Engagement einen sehr klaren Rahmen definiert. Wichtig ist für uns, dass wir nur glaubwürdige und transparente Organi­sationen fördern und mit integren Partnern zusammenarbeiten. Für uns ist außerdem relevant, dass eine gewisse Nähe zu unserem Kerngeschäft gegeben ist. Denn das Engagement von Unternehmen ist nur dann authentisch, wenn es in Verbindung mit dem Unternehmen selbst steht. Darüber hinaus achten wir stets ganz genau darauf, welche positive Wirkung die von uns geförderten Projekte und Organisationen erzielen.

Wie sieht das Engagement bei Greiner konkret aus?
Ein Großteil unseres Engagements besteht aus Spenden und Sponsorings. Ein kleinerer Teil entfällt auf Sachspenden. Insgesamt versuchen wir mehr und mehr, eine breite Palette an Ressourcen und Instrumenten in soziale Kooperationen einzubringen. Neben finanzieller Unterstützung gewinnen Know-how, kostenlose Unternehmensleistungen, Logistik oder Kontakte an Bedeutung. Über Partner­schaften auf lokaler Ebene, die lokale Themen aufgreifen, engagieren wir uns darüber hinaus auch im Bereich globaler, übergeordneter gesellschafts­politischer Herausforderungen. Probleme wie der Klimawandel, aber auch die Verschmut­zung der Meere können nicht lokal gelöst werden. Daher haben alle Greiner-Sparten strategische Partnerschaften entwickelt, die sich den großen Herausforderungen unserer Zeit annehmen.

Wo fängt Hilfe an, wo hört sie auf?
Soziales Engagement ist eine sehr individuelle Sache. Wir ermutigen alle unsere Standorte weltweit, einen Beitrag in ihrer Community zu leisten und sich als guter Nachbar einzubringen. Meine Erfahrung ist, dass dies sehr positiv wahrgenommen wird. Denn als Unternehmen ist man heute mehr als nur ein Arbeitgeber. Unser Anspruch ist es, darüber hinaus einen Beitrag zu leisten. Uns ist jedoch auch klar, dass wir damit nicht alle Probleme lösen werden. Kein Unternehmen allein wird diesem Anspruch gerecht.