Verfasser*in: Greiner AG

„Wachstum neu denken“ – Podiumsdiskussion beim Forum Alpbach

Manfred Stanek im Gespräch mit Bundesministerin Leonore Gewessler und Klimaaktivist Kaluki Paul Mutuku

Wachstum ist in unserer Wirtschaft die Maxime schlechthin. Doch lassen sich Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit verbinden? Wie können wir der Klimakrise entgegenwirken? Welche Rolle spielen grüne Technologien und die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft für unsere Zukunft? Diese Fragen standen unter anderem im Zentrum der gestrigen Podiumsdiskussion im Rahmen des europäischen Forum Alpbach in Tirol. Auf 1.350m Seehöhe auf der Bischofer Käsalm tauschten sich Bundesministerin Leonore Gewessler, Klimaaktivist Kaluki Paul Mutuku und Manfred Stanek, CEO Greiner Packaging in kleinem Rahmen über nachhaltiges Wachstum, unser Wirtschaftssystem, grüne Innovationen und soziale Gerechtigkeit aus. Nach der Diskussion haben wir Manfred Stanek noch zu einem Hintergrundgespräch gebeten.

  1. Das Thema der Diskussion lautet „Wachstum neu denken“ – Warum können wir nicht so weitermachen wie bisher?

Es ist uns allen bewusst, dass wir nicht ewig so weitermachen können wie bisher. Klimawandel, Verlust der Artenvielfalt, Umweltverschmutzung – das sind einige der größten Herausforderungen der heutigen Zeit, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen. Bei der Betrachtung von Krisen in der Vergangenheit mussten wir lernen, dass die Theorie eines sich selbst regulierenden Marktes ein Mythos ist. Außerdem müssen wir aufhören, die Welt aus unserem europäischen Blickwinkel zu betrachten, und versuchen, die Situation aus der Perspektive der Länder in aller Welt zu betrachten.

  1. Als Unternehmen möchten wir wachsen – Wie kann nachhaltiges Wachstum bei Greiner aussehen?

Wir haben noch keine endgültige Antwort darauf, wie wir als Unternehmen wachsen und gleichzeitig unsere CO2-Emissionen in absoluten Zahlen reduzieren können – aber wir arbeiten definitiv in die richtige Richtung: Wir reduzieren die Menge an Kunststoff, die wir verarbeiten, während wir den Wert unserer Produkte steigern. Wir schaffen Wiederverwendungsmodelle, die unseren Kund:innen den gleichen Komfort bieten. Mit dem Recycling arbeiten wir auf einen geschlossenen Kreislauf hin.

  1. Wie wichtig ist Kreislaufwirtschaft, wenn wir von nachhaltigem Wachstum und der Zukunft unserer Wirtschaft sprechen?

Die Kreislaufwirtschaft ist einer der größten Hebel zur Verringerung der CO2-Emissionen und zur Schonung der Ressourcen unseres Planeten. Kreislaufwirtschaft bedeutet, dass wir ein Produkt nicht benutzen und dann wegwerfen, sondern dass wir es benutzen, recyceln und in einem unendlichen Kreislauf wieder verwenden.

  1. Was können Unternehmen wie Greiner tun, damit unsere Wirtschaft als Ganzes nachhaltiger wird? Oder ist hier die Politik gefragt?

Wir als Greiner teilen Ansätze, die in unserer Branche gut funktionieren, mit Unternehmen aus anderen Industrien. Auf diese Weise können wir Ideen austauschen und voneinander lernen. Aber auch die Zivilgesellschaft und die Regierung spielen als Teile des Systems eine wichtige Rolle.

  1. Welche Rolle spielt jede:r einzelne? Was kann jede:r Konsument:in verändern, um Schritte hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft zu setzen?

Jede:r Verbraucher:in muss lernen, wie man die richtigen Kaufentscheidungen trifft, um so wenig Ressourcen wie möglich zu verbrauchen.

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